Reisebeschreibung
Murradweg mit neuer Strecke
Die Mur entspringt inmitten des Nationalparks Hohe Tauern. Sie fahren entlang dieses grünen Flusses durch Bauernland, vorbei an Kirchen und Schlössern in die ländliche Großstadt Graz. Dann ändert sich die Szenerie und Sie gelangen in eine Region, die zu Recht als "die Toskana Österreichs" bezeichnet wird: Sie sind mitten im Südsteirischen Weinland. Hier gibt es neben international anerkannten Weinspezialitäten und romantischen "Buschenschänken" auch munter sprudelnde Heil- und Thermalquellen. Die Reise führt durch Talengen und weite Becken bis zur Slowenischen Grenze. Die Steiermark heißt nicht umsonst "die Grüne Mark" und schenkt allen Radlern unvergessliche Begegnungen mit Mensch und Natur. Der landschaftliche Bogen beeindruckt zu Beginn mit Bergpanoramen, Almen und Seen und führt weiter entlang durch romantische Weinberge, Kürbisfelder und Obstplantagen. Der Murradweg und die Steiermark heißen Sie herzlich willkommen.
1. Tag: Tamsweg - Murau ca. 38 km
Die Anreise erfolgt über Salzburg. Ab dort in Richtung Villach bis Anschluss St. Michael im Lungau nach Tamsweg. In Tamsweg besteigen Sie die Sättel. Auf Radwegen und romantisch verlaufenden Seitenstraßen folgen Sie der Mur und umrunden den Schwarzenberg. Die Gleise der schmalspurig, sich den Berg hinauf windenden Murtalbahn, sind nun Ihre Begleiter. Sie rollen nun bergab über die Grenze in die Steiermark. Über St. Ruprecht erreichen Sie Ihr heutiges Etappenziel, die Braustadt Murau mit dem Schloss Obermurau.
2. Tag: Murau - Weißkirchen ca. 60 km
Vorbei an Wäldern, Schlössern und Burgruinen führt heute der Weg durch die schmalen Wiesen des engen Murtales am Fuße der Niederen Tauern. Die Ruine Frauenburg könnte viel Sagenumwobenes aus der Minnesängerzeit erzählen. In Thalheim/Sauerbrunn wird der Steiermark ältestes Mineralwasser gezapft. Die Stadt Judenburg verdankt ihren Namen jüdischen Geldgebern, die der Stadt einst zu wirtschaftlicher Bedeutung verhalfen. Bald darauf erreichen Sie Weißkirchen.
3. Tag: Weißkirchen - Bruck an der Mur ca. 68 km
Die Eisenbahnerstadt Knittelfeld, die Bergbaustadt Leoben mit Stadttor, großem Hauptplatz mit Altem Rathaus, Hacklhaus und der Dreifaltigkeitssäule und die Handelsstadt Bruck an der Mur sind Ihre nächsten Ziele. Dazwischen liegt Göss ein hochadeliges Damenstift. Bekannter ist Göss vielleicht durch seine Brauerei. In Bruck sind der Schlossberg, das Kornmesserhaus und das Rathaus sehenswert. In der gemütlichen Fußgängerzone können Sie den Tag ausklingen lassen.
4. Tag: Bruck an der Mur - Graz ca. 40 km
Ab Bruck fließt die Mur südwärts in Richtung Frohnleiten. Danach genießen Sie Natur pur und radeln vorbei an behäbigen Bauernhöfen, durch alte Obstgärten und Waldstücke. Kurz vor Graz verladen wir die Räder und fahren mit dem Bus zum Hotel, um uns für die Stadtführung in Graz „stadtschick" zu machen. Ein geführter Rundgang macht Sie mit den interessantesten Sehenswürdigkeiten vertraut. Der Blick vom Schlossberg und Uhrturm bleiben sicherlich unvergessen. Eine Burg, die vor über 1.000 Jahren auf dem Felsvorsprung des Hügels stand, gab der Stadt ihren Namen. Aus dem slawischen Gradec für "kleine Burg" wurde später Graz. Graz gilt als die italienischste Stadt Österreichs. Das liegt vor allem an den vielen Architekten, die im 16. Jahrhundert aus der Lombardei in die Stadt kamen. Die vielen Renaissancebauten waren auch ein Grund für die UNESCO, die Altstadt von Graz 1999 zum Weltkulturerbe zu ernennen.
5. Tag: Graz - Gersdorf ca. 43 km
Vorbei ist es mit der Enge des Tales. Weit breiten sich das Grazer und weiter südlich das Leibnitzer Feld aus und geleitet den Radweg durch romantische Auwälder und Felder an die steiermärkische Südgrenze. Die riesigen Sonnenblumen-, Mais- und Kürbisfelder werden nur durch meist kleine Ortschaften und Weiler unterbrochen. Nur noch ein paar Kilometer trennen Sie von Ihrem heutigen Etappenziel Gersdorf. Dort lassen Sie den Radlertag in einer Buschenschänke ausklingen.
6. Tag: Gersdorf - Bad Radkersburg ca. 38 km
Bei dieser Halbtagesetappe erreichen Sie kurz nach Gersdorf die Grenze zu Slowenien. Diese Route ist geprägt von Wassern aller Art. Neben der Mur liegt zuerst der Röcksee, ein beliebter Badesee. In Deutsch Goritz sprudelt die bekannte Peterquelle, ein außergewöhnliches Mineral- und Heilwasser, empor. Am Schlusspunkt der „Tour de Mur", in Bad Radkersburg, lädt die Therme mit Kurpark zur Erholung ein. Die wohltuende Wirkung der heißen und mineralstoffreichen Thermalquelle von Bad Radkersburg auf den Bewegungsapparat ist weithin bekannt. Ein Muss ist auch die Besichtigung der historischen Altstadt. Die alte Stadtmauer, die Türme der vielen Kirchen und bestens erhaltene und gepflegte Baudenkmäler aller Epochen und Stilrichtungen - ein Bilderlexikon Europäischer Baugeschichte.
7. Tag: Die Rückreise erfolgt über Graz - Salzburg - München zurück in die Zustiegsorte.
Streckencharakteristik:
Das Gelände ist eher flach und für Gelegenheitsradler leicht zu fahren (+ Steigerung).
An den ersten beiden Radtagen ist der Weg etwas hügelig. Die restlichen Etappen führen großteils leicht bergab entlang der Mur. Kleinere Steigerungen gilt es nur dann zu überwinden, wenn der Radweg zeitweise kurz den Murlauf verlässt. Geradelt wird meistens auf eigenen Radwegen teils auf Nebenstraßen und Wirtschaftswegen.
Mehr zu dieser Reise (Katalogseite 46) und auch anderen Reisen finden Sie in unserem aktuellen Weiss&Nesch Katalog.
LEISTUNGEN - im Preis enthalten
Fahrt im COMFORT- bzw. FIRST CLASS-BUS
- 6 x Übernachtung in 3** bzw. 4**** Hotels
- Zimmer mit Bad oder Dusche/WC
- 6 x Frühstücksbuffet
- 6 x Abendessen 3-Gang Menü
- Stadtführung in Graz
- Fahrradtransport
- Kartenmaterial
- ohne Eintrittsgelder
- Radbegleiter: Peter und Sigrid
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